Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (AGM)

Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (AGM) sind Zusatzjobs mit der Zielsetzung, Langzeitarbeitslose wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen. Sie stellen kein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis dar. Die geschaffenen Arbeitsverhältnisse müssen grundsätzlich im öffentlichen Interesse liegen und dürfen keine regulären Beschäftigungsverhältnisse verdrängen oder beeinträchtigen. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze darf durch sie nicht gefährdet oder behindert werden.


Informationen für Anbieter von Einsatzstellen

PPP AGM Verfahren

Waren bisher eine Vielzahl von Trägern miteinbezogen, so wird sich das Jobcenter  zukünftig auf regionale AGM-Partner beschränken. Das heißt für alle Städte, Ämter und Gemeinden gibt es einen AGM-Partner, der jedoch auch aus einem Verbund von mehreren Trägern bestehen kann.

Dies sind im westlichen Kreisgebiet:

Stadt Rathenow Arbeitsförderungsgesellschaft Premnitz mbH (AfP);
Tel.: 03386/212790; zuständig für - Rest von Rathenow einschl. Projekte des Landkreises Havelland, Deutsche Verkehrswacht, Tourismusverband Havelland, sonstige Sub-Träger in Rathenow

Optikpark Rathenow: Tel.: 03385/498502; zuständig für - Gelände Optikpark, Weinberg

Stadt Premnitz AfP; Tel.: 03386/212790

Amt Rhinow Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft mbH (ABEG);
Tel.: 033875/36631

Amt Nennhausen AfP ; Tel.: 03386/212790

Gemeinde Milower Land AfP; Tel.: 03386/212790

Akademie Seehof GmbH; Tel.: 03385/499766

Diese sind im östlichen Kreisgebiet:

Stadt Nauen Bildung und Soziales e.V. (BUS e.V.); Tel.: 03321/746020

Stadt Ketzin AfP; Tel.: 03386/212790

Amt Friesack Ländliche Erwachsenenbildung (LEB); Tel.: 033235/50713

Gemeinde Wustermark Akademie Seehof GmbH; Tel.: 03385/499716

Stadt Falkensee Bildung und Soziales e.V.; Tel.: 03321/746020;

Akademie Seehof GmbH; Tel.: 03385/499766

Gemeinde Schönwalde-Glien LEB; Tel.: 033235/50713

Gemeinde Brieselang Akademie Seehof GmbH; Tel.: 03322/129268

Gemeinde Dallgow-Döberitz Akademie Seehof GmbH; Tel.: 03322/129268

Mit jedem Partner vereinbart das Jobcenter, abhängig von der Zahl der in dieser Region wohnenden ALG II Beziehern, eine bestimmte Anzahl von AGM-Plätzen. Im Gegenzug akquiriert der Partner ausreichend Einsatzstellen für die gesamte Palette der Einsatzfelder, für die AGM in Betracht kommen. Der Einsatz soll bei den AGM-Partnern, aber auch bei Trägern, wie z.B. Sportvereinen, karitativen Trägern etc. erfolgen. Die AGM-Partner sind für die mit der Zuweisung vorgegebenen Verpflichtungen, wie Sicherstellung des ordnungsgemäßen Einsatzes, ggf. Qualifizierung, Betreuung und Beurteilung der Teilnehmer verantwortlich.

Kleinere Vereine, freie Träger aber auch die Städte und Gemeinden selbst können selbstverständlich weiter Einsatzstellen für AGM anbieten, auch wenn sie nicht als AGM-Partner benannt sind. Es ist daher im Interesse der Genannten, wenn sie sich mit ihrem regional zuständigen AGM-Partner in Verbindung setzen und ihre möglichen Einsatzstellen mitteilen. Um genügend Einsatzstellen, dem Bedarf, den Eignungen und Neigungen der Teilnehmer entsprechend, zur Verfügung stellen zu können, sind die AGM-Partner angehalten, mehr Einsatzstellen als die Ihnen zugeteilten Maßnahmeplätze zu akquirieren.

Fördervoraussetzungen

Das Arbeitsergebnis muss der Allgemeinheit im Geltungsbereich des SGB II unmittelbar zugutekommen. Arbeiten, deren Ergebnis überwiegend erwerbswirtschaftlichen Interessen oder den Interessen eines begrenzten Personenkreises oder den Interessen Einzelner dient, liegen nicht im öffentlichen Interesse. Ist das Eigeninteresse an der Durchführung der Arbeiten deutlich größer als das öffentliche Interesse, ist eine Förderung nicht möglich.
Die durchzuführenden Arbeiten müssen zusätzlich sein, das heißt, dass sie ohne die Förderung unterbleiben oder erst frühestens in 2 Jahren durchgeführt werden. Zusatzjobs dürfen reguläre Beschäftigungsverhältnisse nicht verdrängen oder beeinträchtigen. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze darf nicht gefährdet oder verhindert werden.
Bestehenden Unternehmen am Markt für Güter und Dienstleistungen dürfen durch Zusatzjobs keine Wettbewerbsnachteile entstehen. Die Zusatzjobs müssen den Erfordernissen des regionalen Arbeitsmarktes gerecht werden. Sie sollen, zur Sicherstellung einer rechtssicheren Bewilligung und passgenauen Besetzung, konkret und ausführlich beschrieben sein.


Zuweisung zu einer Maßnahme/Stellenbesetzung

Die Zuweisung von Leistungsberechtigten erfolgt durch die Arbeitsver-mittler. Voraussetzung ist, dass sie aufgrund von mehreren Vermittlungshemmnissen sehr arbeitsmarktfern einzuordnen sind. Die Arbeitsvermittler entscheiden unter Berücksichtigung der Verhältnisse im Einzelfall über die Dauer der Zuweisung. Es dürfen nur vom Jobcenter zugewiesene Teilnehmer beschäftigt werden.

Das Jobcenter stellt den Bedarf für eine AGM fest. Der Maßnahmeteilnehmer erhält von seinem Vermittler eine Eingliederungsvereinbarung, verbunden mit der Aufforderung zur Vorstellung beim jeweils zuständigen regionalen AGM-Partner. Der AGM-Partner legt dann, entsprechend den zur Verfügung stehenden Einsatzstellen und den Gründen der Bedarfsfeststellung, den konkreten Einsatz des Teilnehmers fest.

Dauer einer Maßnahme

Die Dauer der Zuweisung legt je nach individueller Notwendigkeit das Jobcenter fest.

Arbeitszeit

Das Jobcenter hat für seinen Zuständigkeitsbereich die wöchentliche Arbeitszeit in Zusatzjobs auf 30 Stunden begrenzt (incl. Qualifizierungsanteil). Die Leistungsberechtigten sind auch während der Zuweisungszeit verpflichtet, ihre Eigenbemühungen zum Einstieg/Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt fortzusetzen und sollen den entsprechenden Freiraum hierzu erhalten. Insbesondere in den letzten 3 Monaten der Teilnahme hat eine Freistellung für Vorstellungsgespräche zu erfolgen.

Maßnahmekostenpauschale (MKP)

Das Jobcenter gibt einen Rahmen für die MKP unter Berücksichtigung der Kriterien Betreuungs- und Qualifizierungsaufwand und notwendigem Sachaufwand vor. Die Grundpauschale beträgt 100 €/Teilnehmer und Monat. Sie beinhaltet „normale Kosten" für die unmittelbare Maßnahmedurchführung. Die ggf. erforderliche Verteilung der Pauschale zwischen AGM-Partner und Träger der Einsatzstelle ist grundsätzlich Gegenstand von Vereinbarungen zwischen diesen beiden Trägern.

Qualifizierung und Praktikum

Innerhalb einer AGM kann Qualifizierung im Umfang von maximal 8 Wochen stattfinden. Praktika im 1. Arbeitsmarkt sind bis zu einer Dauer von 4 Wochen möglich.

 

Informationen für Arbeitssuchende

Ansprechpartner

Wenn Sie an einem Zusatzjob interessiert sind, so sprechen Sie Ihren Arbeitsvermittler im Jobcenter auf die Vermittlung einer Arbeitsgelegenheit an.

Dauer und Vergütung

Die Dauer einer Arbeitsgelegenheit variiert zwischen 2 bis 12 Monaten. Die Regelarbeitszeit beträgt 30 Stunden pro Woche. Dafür erhalten Sie 1,20 Euro pro Stunde, die zusätzlich zum Arbeitslosengeld II gezahlt werden.